Wann fängt mein Baby an, sich zu drehen, in welcher Reihenfolge passiert das und wie kannst du dein Baby dabei unterstützen? Hier findest du die wichtigsten Antworten rund um den ersten großen Bewegungs-Meilenstein.
Die meisten Babys fangen zwischen dem 4. und 7. Lebensmonat an, sich zu drehen. Das erste Drehen passiert oft eher zufällig, später wird es zur gezielten Bewegung. Wie bei allen Meilensteinen gilt: Jedes Baby hat sein eigenes Tempo, und die normale Spanne ist groß. Manche Babys drehen sich schon mit drei Monaten, andere lassen sich bis zum siebten oder achten Monat Zeit.
Beim Drehen geht es nicht nur um die reine Bewegung. Dein Baby trainiert dabei seine Rumpfmuskulatur, lernt das Gleichgewicht zu halten und entdeckt die Welt aus neuen Blickwinkeln. Das Drehen ist die Vorstufe zum Robben, Krabbeln und später zum Sitzen.
| Alter | Was typischerweise passiert |
|---|---|
| 3 bis 4 Monate | Erste Drehversuche, oft eher zufällig. Das Baby hebt in Bauchlage Kopf und Brust. |
| 4 bis 5 Monate | Viele Babys drehen sich erstmals vom Bauch auf den Rücken. |
| 5 bis 7 Monate | Das Drehen vom Rücken auf den Bauch klappt. Diese Richtung braucht meist länger. |
| 6 bis 8 Monate | Dein Baby dreht sich sicher in beide Richtungen und nutzt das Drehen, um Spielzeug zu erreichen. |
Viele Eltern wundern sich, dass ihr Baby sich zuerst vom Bauch auf den Rücken dreht und nicht andersherum. Das liegt an der Schwerkraft. Aus der Bauchlage muss das Baby nur das Gewicht verlagern und kippt von selbst auf den Rücken. Diese Richtung ist also die leichtere und kommt meist zwischen dem 4. und 5. Monat.
Das Drehen vom Rücken auf den Bauch ist anspruchsvoller. Dein Baby muss dafür mehr Muskelkraft im Rumpf aufbauen und die Bewegung aktiv steuern. Genau deshalb passiert dieser Schritt typischerweise erst ein bis zwei Monate später, etwa zwischen dem 5. und 7. Monat.
Manche Babys lassen die „leichte" Richtung auch ganz aus und drehen sich direkt vom Rücken auf den Bauch. Auch das ist völlig normal. Es gibt keine richtige Reihenfolge, an die sich dein Baby halten muss.
Das Drehen ist mehr als nur eine süße neue Fähigkeit. Es ist der erste echte Schritt in Richtung selbstständiger Bewegung und legt das Fundament für alles, was danach kommt:
Du musst deinem Baby das Drehen nicht aktiv beibringen. Es lernt diese Bewegung von ganz allein, sobald die Muskulatur bereit ist. Trotzdem kannst du ihm im Alltag den Boden dafür bereiten:
Die Bauchlage ist das wichtigste Training fürs Drehen, weil dein Baby dabei genau die Muskeln stärkt, die es später zum Drehen braucht. Lege es schon ab den ersten Wochen mehrmals täglich für kurze Zeit auf den Bauch, wenn es wach ist und du dabei bist. Anfangs reichen wenige Minuten, später werden es ganz natürlich mehr.
Lege ein Lieblingsspielzeug knapp außerhalb der Reichweite deines Babys, sodass es sich strecken oder leicht zur Seite kippen muss. Das motiviert dein Baby, die Bewegung selbst auszuprobieren.
Dein Baby braucht Platz, um sich auszuprobieren. Eine Krabbeldecke oder eine ausreichend große Spieldecke auf dem Boden ist besser als jede enge Wippe oder Babyschale. Je mehr dein Baby liegt und sich frei bewegen kann, desto schneller findet es zur Drehbewegung.
Wichtig: Greife dem Baby nicht in die Bewegung. Drehen lernt dein Baby nicht, indem du es mit der Hand auf den Bauch schiebst. Es lernt es, indem es selbst probiert und seine Muskeln dabei aufbaut.
Wenn dein Baby mit fünf oder sechs Monaten noch keine Anstalten macht sich zu drehen, ist das in den allermeisten Fällen kein Grund zur Sorge. Häufige Ursachen sind ganz harmlos:
Dein Baby ist vielleicht ein eher gemütlicher Typ, der Bewegung weniger spannend findet als zu beobachten. Oder es verbringt zu viel Zeit in Wippe, Autositz und Babyschale, sodass es schlicht keine Gelegenheit zum Üben hat. Auch dickere Babys tun sich beim Drehen oft etwas schwerer, weil sie mehr Gewicht bewegen müssen.
Manche Babys lassen das Drehen auch fast komplett aus und gehen direkt zum Sitzen oder Robben über. Solange dein Baby insgesamt Fortschritte macht, ist das in Ordnung.
Wann zur Ärztin oder zum Arzt? Wenn dein Baby mit etwa sieben bis acht Monaten noch keinerlei Drehversuche zeigt, in Bauchlage den Kopf nicht heben kann oder du den Eindruck hast, dass eine Seite deutlich schwächer ist als die andere, sprich das bei der nächsten Vorsorgeuntersuchung an. Lieber einmal zu viel fragen als zu wenig.
Sobald dein Baby anfängt sich zu drehen, kann es passieren, dass es das auch im Schlaf tut. Das ist eine ganz normale Phase und für viele Eltern erstmal beunruhigend. Hier die wichtigsten Punkte zur Sicherheit:
Auch wenn dein Baby sich nachts selbst auf den Bauch dreht, legst du es zum Schlafen weiter auf den Rücken. Das ist die offizielle Empfehlung zur Reduzierung des Risikos für plötzlichen Kindstod.
Sobald dein Baby sich aus eigener Kraft sicher in beide Richtungen drehen kann, musst du es nicht zurückdrehen, wenn es im Schlaf auf den Bauch rollt. Ein Baby, das diese Fähigkeit gut beherrscht, kann sich in der Regel auch selbst wieder befreien. Die Empfehlung „auf den Rücken legen" gilt aber weiterhin beim Hinlegen.
Wichtiger als die Schlafposition ist eine sichere Schlafumgebung: ein eigenes Bett oder Beistellbett, eine feste Matratze, kein Kissen, keine dicke Decke und keine Kuscheltiere oder Nestchen im Bett. Ein Schlafsack ist sicherer als eine Decke.
Genau in der Zeit, in der dein Baby anfängt sich zu drehen, beginnt auch eine weitere spannende Entwicklung. Etwa ab dem sechsten Monat ist die Grobmotorik der Hände so weit, dass dein Baby erste einfache Handzeichen verstehen und nachmachen kann. Babygebärden sind genau für diese Phase gemacht. Mit einfachen Zeichen kann sich dein Baby mitteilen, lange bevor es das erste Wort sagt.
Wie sich dein Baby ab dem 6. Monat schon mit den Händen mitteilen kann, erfährst du auf unserer Seite zu Babygebärden.
Babygebärden entdeckenMeistens zwischen dem 5. und 7. Monat. Diese Richtung ist anstrengender als andersherum, weil das Baby mehr Muskelkraft braucht. Das Drehen vom Bauch auf den Rücken klappt oft schon mit 4 bis 5 Monaten.
In den meisten Fällen nicht. Die normale Spanne reicht bis etwa zum siebten Monat. Gib deinem Baby viel Zeit auf dem Boden in Bauchlage und Bewegungsfreiheit. Wenn du dir unsicher bist, sprich es bei der nächsten Vorsorgeuntersuchung an.
Wenn dein Baby sich aus eigener Kraft sicher in beide Richtungen drehen kann, musst du es nicht zurückdrehen. Hinlegen solltest du es trotzdem immer in Rückenlage. Achte auf eine sichere Schlafumgebung mit fester Matratze und ohne Kissen oder dicke Decke.
Gib ihm viel Zeit in Bauchlage, lege Spielzeug knapp außerhalb der Reichweite und sorge für genug Bewegungsfreiheit auf dem Boden. Greife aber nicht selbst in die Bewegung ein. Dein Baby muss die Drehung selbst üben, um die nötige Muskelkraft aufzubauen.
Ja, manche Babys schaffen das schon, meistens vom Bauch auf den Rücken. Es ist aber selten und passiert oft eher zufällig durch das Strampeln. Die meisten Babys drehen sich gezielt erst ab etwa 4 bis 5 Monaten.
Manche Babys drehen sich kaum und gehen stattdessen direkt zum Sitzen, Robben oder Krabbeln über. Solange die Gesamtentwicklung passt und dein Baby in anderen Bereichen Fortschritte macht, ist das kein Problem.
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